St. Sebastian

St. Sebastian ist die nördlichste Gemeinde der Steiermark. Sie liegt in 860 m Seehöhe im steirisch-niederösterreichischen Grenzgebiet an der Bundesstraße 20 und hat eine Fläche von 4.742 ha. Im Osten grenzt sie an Mariazell und Halltal, im Norden an die Gemeinden St. Aegyd, Annaberg und Mitterbach, im Westen an die Gemeinde Gaming und im Süden an Gußwerk.
Im Ort befindet sich die Abzweigung der Landesstraße 112, die in der Grünau in die B 71, der sogenannten Zellerrainstraße, mündet. Diese führt nach Lunz am See. Ebenfalls durch das Gemeindegebiet führt die Straße von Rasing an der B 20 durch die Grünau B 71 zur L 112.
Die reizvolle Vielfalt der Landschaft um Mariazell verdankt ihre Entstehung der Eiszeit, als sich die Zungen der Ferngletscher aus dem Halltal, der Grünau und dem Salzatal nordwärts fließend bei Mariazell vereinigten und den Hochtalboden mit einer mehr als 100 m dicken Eisschicht bedeckten. Nach der Rückbildung der Gletscher entstand im Mariazeller Becken diese unterschiedliche Geländebeschaffenheit aus vorwiegend Dachsteinkalk, Dolomitgrus und Gosaukonglomeraten.
St. Sebastian liegt am Übergang vom Voralpengebiet zum Kalkalpengebiet, dessen Hauptgebirgszug, der Hochschwab, sich ca. 25 km gegen Süden erhebt. Vom Ort sieht man die zum Hochschwab gehörende, über 2.000 m hohe Graualm, weiter gegen Westen erblickt man die Zeller Staritze, die Tribein und die drei Zellerhüte. Schwenkt man den Rundblick weiter nordwestlich, so erheben sich im Vordergrund die Gemeindealpe und dahinter der Ötscher, mit seiner steilen, felsigen Südseite. Vom Ort aus erhebt sich die 1.267 m hohe Mariazeller Bürgeralpe und der Kreis schließt sich im Osten mit der Hohen Student und der Sauwand.
Die Gemeindegrenze zieht sich durch den Ort Mitterbach, wobei etwa ein Drittel in der Steiermark, also in St. Sebastian liegt. Auch der Erlaufsee ist zweigeteilt, wovon die Hälfte (rund 27 ha) zum Gemeindegebiet gehört.
Der Bahnhof, das Gesundheitszentrum, der Flugplatz und der Sportplatz von Mariazell befinden sich im Gemeindegebiet von St. Sebastian, wodurch mit der Stadtgemeinde Mariazell bzw. dem Gnadenort eine fruchtbringende Symbiose eingegangen worden war.

St. Sebastian gehört seit 1. Jänner 2015 zur neuen Stadtgemeinde Mariazell.

 

Wappen:
Wappen St. Sebastian

Beschreibung des Wappens:
Ein geteilter Schild.
Im oberen schwarzen Schildesfelde erhebt sich, aus der Teilungslinie, eine Gruppe von drei stilisierten, aneinandergeschobenen, gleich hohen, silbernen Bergspitzen. Die untere grüne Schildeshälfte ist leer.

 

ehemalige Bürgermeister von St. Sebastian

1850                    Johann Fraiß, vulgo Weissenbacher
1864                    Johann Potzgruber, vulgo Unterer Feldbauer
1867                    Josef Steiner, vulgo Sommerauer
1874-1885           Johann Leodolter, vulgo Grubbauer
1885-1888           Florian Glitzner
1889-1891           Alois Dietl
1891-1897           Johann Teibenbacher
1897-1913           Josef Griessl, vulgo Göschlhofer
1913-1925           Vinzenz Griessl, vulgo Göschlhofer
1926-1928           Cajetan Rohrbacher
1928-1929           Vinzenz Griessl
1929                    Karl Lachner
1929-1932           Vinzenz Griessl
1932-1934           Franz Basdirz
1934-1935           Vinzenz Griessl (Regierungskommissär)
1935-1938           Hans v. Schlöcht
1938                    Max Krebs (Amtswalter)
1938-1939           Karl Stradner (Amtswalter)
1939-1945           Gustav Tobiaschek
1945                    Ignaz Trisko
1945                    Karl Handel
1945-1969           Josef Arnstorfer
1969-1994           Hans Brandl
seit 1994             Manfred Seebacher – jetzt Bürgermeister der neuen Stadtgemeinde Mariazell